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Blutelfen

Die Blutelfen sind eines der Völker im Verbund der Horde. Die meisten Blutelfen leben in ihrer Heimat Quel'Thalas. Die Sin'Dorei (thalassisch: "Kinder des Blutes") waren früher als Hochelfen bekannt ehe sie sich nach dem Dritten Krieg zur Ehrung ihrer gefallenen Brüder und Schwestern umbenannten.

GeschichteBearbeiten

Anfänge - Die HochgeborenenBearbeiten

Vor 10.000 Jahren gab es unter der Regentschaft der Königin Azshara eine kleine Kaste von Nachtelfen, welche die Hochgeborenen genannt wurden. Diese Gruppe gab sich der Erforschung und Nutzung der Magie hin wobei sie die Kraft ihrer Zauber mit der Energie des Brunnens der Ewigkeit speißten. Unter Anleitung ihrer Königin erschufen die Hochgeborenen eine Vielzahl magischer Portale mit welcher die Dämonen der Brennenden Legion nach Azeroth geholt wurden und der Krieg der Ahnen ausgelöst wurde. Nach der großen Spaltung - die Zerstörung des Urkontinents in die drei Kontinente Kalimdor, Nordend und Östliche Königreiche - und der Übernahme des Druidentums in die nachtelfische Gesellschaft wurde arkane Magie unter Strafe verboten. Da einige der überlebenden Hochgeborenen diesem Gesetz jedoch nicht Folge leisten wollten, wurde die Kaste der verbliebenen Hochgeborenen zersplittert und entwickelte sich auf verschiedene Weisen weiter.

Exkurs: HochgeborenenentwicklungBearbeiten

Hochgeborene von Eldre'ThalasBearbeiten

Ein Teil der Hochgeborenen zog sich selbst ins Exil zurück und sammelte sich in der Stadt Eldre'Thalas wo sie kaum Änderungen durchmachten. Die heute noch existenten Hochgeborenen unterscheiden sich physisch nicht von den Nachtelfen. Sie sind wie andere Nachtelfen Nachtaktiv und unterscheiden sich lediglich kulturell von der Hauptspezies in dem sie nach wie vor arkane Magie ausüben.

Die SatyrBearbeiten

Ein anderer Teil der Hochgeborenen wurde von der Brennenden Legion rekrutiert und umgestaltet. Diese sind heute als Satyr bekannt und besiedeln verschiedene Gebiete Kalimdors. Die Satyr verwenden wie die Hochgeborenen weiterhin arkane Magie, greifen aber auch auf dämonische Magie aus dem Bereich der Hexenmeisterei zurück.

Die NagaBearbeiten

Mutmaßlich der Hauptteil der Hochgeborenen wurde bei der großen Spaltung gemeinsam mit ihrer Königin und großen Teilen der nachtelfischen Städte in die Tiefen des Wassers gezogen. Der genaue Grund ihrer Veränderungen hat viele Theorien und Annahmen, in jedem Fall entwickelten sie sich aber zu schlangenartigen Humanoiden, welche in der Lage waren unter Wasser zu leben. Sie verehren bis heute Königin Azshara und leben unter dem Meeresspiegel in den Ruinen ihrer einstigen Städte.

Die HochelfenBearbeiten

Der verbliebene Teil der Hochgeborenen weigerte sich auf Magie zu verzichten und als man ihnen mit der Todesstrafe drohte entfesselten sie aus Protest einen arkanen Sturm über dem Eschental. Die Druiden brachten es jedoch nicht über sich so viele ihrer Art zu töten und so wurden die Demonstranten von den Nachtelfen verbannt und auf das Meer geschickt von wo aus sie nach einer langen beschwerlichen Seereise den Norden der Östlichen Königreiche besiedelten. Verbittert und in Ablehnung ihrer ehemaligen Kultur legte diese Gruppierung in ihrer neuen Heimat den Glauben an die Mondgöttin ab und wandte sich einer tagaktiven Lebensweise zu. Über die Jahre hinweg entwickelten sie sich weiter, ihre Körper passten sich der neuen Lebensweise an, die Haut wurde brauner, die Haarfarben variierten von Blond-, Rot- und Braun- bis hin zu Schwarztönen. Die Ohren der Hochelfen waren kürzer als die ihrer Mutterrasse und nach oben gerichtet und ihre Augen erstrahlten in hellen Blautönen. Sie benannten sich selbst um in "Quel'Dorei", was "Kinder von Nobler Abstammung" bedeutet und entwickelten die thalassische Sprache als Dialekt des Darnassischen.

Leben im Exil - Die HochelfenBearbeiten

Anführer der exilierten Hochgeborenen war Dath'Remar Sonnenwanderer, ein Adliger welcher die nachtelfischen Druiden und ihre Ablehnung des Arkanen als idiotisch ansah und sich mit dieser Meinung bereits vor dem Exil mit dem Anführer der Druidenkaste, Malfurion Sturmgrimm, anlegte. Sonnenwanderer führte die Elfen auf der Suche nach einem Siedelgebiet mit reichen magischen Ressourcen zunächst nach Lordaeron wo sie eine kleine Siedlung aufbauten. Mit der Zeit wurden aber viele der Elfen wahnsinnig und die Bevölkerung kam zu der Meinung, dass "etwas Böses" unter Tirisfal schlummern würde und verließ das Gebiet in Richtung Norden.

Die Gründung von Quel'ThalasBearbeiten

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Etwa um diese Zeit herum bemerkten die Exilierten eine der größten Veränderungen welche die Vernichtung des Brunnens der Ewigkeit mit sich brachte. Sie wurden - im Gegensatz zu den Nachtelfen welche durch Nozdormu und den Weltenbaum Unsterblichkeit erhielten - sterblich und angreifbar. Auf ihrer Reise begegneten die Elfen den Vorfahren der heutigen Menschen, mit welchen sie jedoch keinen Kontakt aufnahmen, und den Waldtrollen des Amani-Imperiums. Die Amani waren eine große Bedrohung für die Elfen und es kam zu mehren Kämpfen mit ihnen, weswegen die Hochelfen schnell einen starken Hass auf die Trolle entwickelten.

Eine AllianzBearbeiten

(Die Hochelfen schließen erste Bündnisse mit Menschen und Zwergen)

Kriege und der Sturz des Hohen ReichesBearbeiten

(Quel'Thalas in den Drei Kriegen und der Einmarsch der Geißel)

Der Kampf ums ÜberlebenBearbeiten

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Prinz Kael'thas Sonnenwanderer

(Der Überlebenskampf nach der Zerstörung des Sonnenbrunnens und die Umbenennung des Volkes)

Das Bündnis mit der HordeBearbeiten

(Die Blutelfen nehmen Kontakt mit der Horde auf und ziehen mit in die Scherbenwelt)

Der Verrat des SonnenwanderersBearbeiten

(Kael'thas Angriff auf Silbermond und der Sturm auf den Sonnenbrunnen)

Rückkehr des SonnenbrunnensBearbeiten

(Die Wiederherstellung des Sonnenbrunnens nach Vereitelung der Beschwörung Kil'Jaedens)

Krieg im Norden und Heimkehr nach DalaranBearbeiten

Nachdem der Lichkönig erneut Azeroth angegriffen hatte machten sich die Allianz und die Horde auf nach Nordend um die Bedrohung durch die Geißel ein für alle mal zu beenden, Gemeinsam mit der Horde zogen auch die Blutelfen gen Norden und sahen sich mit noch einer Bedrohung konfrontiert. Malygos der Spruchwirker, Anführer des Blauen Drachenschwarms und Drachenaspekt der Magie war wahnsinnig geworden und zu dem Schluss gekommen, das die sterblichen Völker nicht ordnungsgemäß mit der Magie umgingen. Malygos Plan war es alle Leylinien Azeroths umzulenken und alle sterblichen Magier, welche nicht bereit waren sich dem Blauen Schwarm zu ergeben auszulöschen. Um dies abzuwenden hatten die Magier der Kirin'Tor ihre Stadt Dalaran ebenfalls nach Nordend versetzt um den Aspekt der Magie aufzuhalten. Dank des Einsatzes der Blutelfen, besonders der Bemühungen Aethas Sonnenhäscher und seiner Gefolgsleute, wurde der Horde der Eintritt in die magische Stadt erlaubt und die Blutelfen von Sonnenhäschers Schar kämpften neben dem Krieg auf den Schlachtfeldern auch gegen ihre hochelfischen Vettern darum in Dalaran verbleiben zu können und mit Aethas Sonnenhäscher einen Vertreter im Rat der Sechs zu haben.

ErscheinungBearbeiten

Blutelfen unterscheiden sich in ihrer Erscheinung wenig von den Hochelfen, welchen sie entstammen. Viele Sin'Dorei haben ein Hang dazu sich Runen auf die Haut zu malen oder zu tätowieren, diese dienen dem Fernhalten von Dämonen, der Erinnerung an besondere Leistungen oder einfach nur um einschüchternd zu wirken - Derartiges würde einem Hochelfen eher weniger einfallen. Auch in der Gestaltung ihrer Frisuren nutzen Blutelfen eher Stile, welche ein Hochelf unnormal nennen würde, dennoch verzichten Blutelfen auf derartige Zurschaustellungen, wenn sie gezwungen sind eine Allianzstadt zu betreten, damit sie als Hochelfen erkannt werden.

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Rote und schwarze Farbtöne dominieren blutelfische Kleidung

Blutelfen haben einen schlanken, athletischen Körperbau und spitze Ohren. Im Gegensatz zu Nachtelfen, deren Ohren tendenziell eher hängen, sind die Ohren der Blutelfen kürzer und nach oben gerichtet, zudem sind Blutelfen auf Grund ihrer langen und intensiven Beschäftigung mit dämonischer Magie tendenziall blasser als Hochelfen.

Blutelfen haben stark ausgeprägte Sinne und sind in der Lage auch in Dunkelheit noch gut sehen zu können, wobei sie sogar Farben erkennen.

AugenBearbeiten

Die Augen sind es, welche einen Blutelfen am ehesten von einem Hochelfen unterschieden. Während die Augen von Hochelfen einen blaunen Schimmer besitzen scheinen die Augen der Blutelfen durch die Aufnahme dämonischer Energie in ihren Körper in unheimlichem grün. Diese grünen Augen haben alle Blutelfen, auch wenn die Intensität unterschiedlich ausfällt, je nachdem wie stark das Individuum die dämonischen Energien in sich aufnahme (Magier nutzen mehr Magie als Blutritter, Hexenmeister nehmen dämonische Energie williger auf als Priester, etc.)

AlterBearbeiten

Blutelfen haben eine lange Lebenszeit, ebenso wie Hochelfen. Wie alt ein Blutelf werden kann ist je nach Quellenlage verschieden, aber da sie der arkanen Magie wesentlich stärker ergeben sind als Hochelfen und arkane Magie eine Langlebigkeit ziemlich begünstigen kann, wäre es durchaus denkbar, dass Blutelfen unter den richtigen Umständen älter werden können als Hochelfen (fraglich nur wie lebenswert es dann ist, wenn man beinahe gänzlich arkan korrumpiert ist).

KulturBearbeiten

Blutelfen kleiden sich vorwiegend in rote und schwarze Farbtöne um ihre Verbundenheit zu den im Krieg gefallenen Artgenossen zu symbolisieren und als Gegenzug zu den vorwiegend blauen und weißen Farbtönen, welche Hochelfen tragen. Auch in der Magie nutzen Blutelfen eher die destruktiven Zauber des Feuers als die von Hochelfen bevorzugten defensiven Frostzauber.

Die Architektur der Blutelfen unterscheidet sich wenig von hochelfischer Baukunst, obgleich Blutelfen auch hier eher zu roten Farben neigen. Die Bauwerke selbst wirken verspielt und kunstvoll mit vielen Säulen und Verziehrungen wie Brunnen und Pflanzen.

Wappentier der Blutelfen ist der Phönix. Diese Tiere bestehen aus dem von Blutelfen geschätzten Feuer und verkörpern mit ihrer Fähigkeit aus der Asche aufzuerstehen die Entstehung der Blutelfen, da auch diese sich aus der Asche der hochelfischen Kultur erhoben.

Muttersprache aller Blutelfen ist Thalassisch, sie beherrschen allerdings auch die Gemeinsprache und erlernten zur Verständigung mit der Horde die orcische Sprache.

MagiesuchtBearbeiten

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Blutelfe im BC-Cinematic

Blutelfen sind es gewohnt Magie anzuwenden und sie denken nichtmal sonderlich darüber nach. Die Nachteile dieses unbedachten Umgangs mit Magie wurden offensichtlich, als der Sonnenbrunnen, Quelle der Magie aller Hochelfen, zerstört wurde, und die damaligen Hochelfen Entzugserscheinungen ausprägten.

Von Großmagister Rommath lernten die heutigen Blutelfen ihre Sucht nach magischer Energie zu stillen, indem sie auf dämonische Energie zugriffen. Ebenso lernten sie Magie aus jedem anderen Lebewesen zu ziehen.

Doch auch mit diesem neuen Mittel der Suchtbefriedigung haben Blutelfen gelernt sich in Selbstdisziplin zu üben und weniger freizügig mit ihrer Magie umzugehen (auch wenn noch immer große Mengen an Magie für simple ästhetische Gründe genutzt werden). Junge Blutelfen müssen lernen ihren Durst nach Magie zu kontrollieren, damit dieser nicht irgendwann sie kontrolliert und zu einem Getriebenen wandelt.

Die blutelfische Magiesucht scheint genetisch und unheilbar zu sein, so gab es Pre-Cataclysm eine Quest in Tausend Nadeln wo eine Blutelfe im Versuch ihre Abhängigkeit zu heilen kurzzeitig zu einer Getrieben wurde.

MoralBearbeiten

Blutelfen sind nicht grundlegend böse, sie haben nur viele Verluste hinnehmen müssen und sich entschlossen Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Hinzu kommt dass Blutelfen eine Neigung haben extrem nachtragend zu sein, so hegen viele noch immer einen Groll gegen die Nachtelfen, da diese ihre Vorfahren vor Jahrtausenden verbannten. Diese Art der Sin'Dorei erschwert den Umgang mit ihnen für Nichtblutelfen häufig in hohem Maße und vermittelt den Eindruck, dass Blutelfen arrogant, abweisend und voller Vorurteile gegenüber allen anderen Rassen sind.

BeziehungenBearbeiten

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Die Blutelfen hassen so ziemlich jede andere Rasse mit der sie im Kontakt stehen, obwohl sie verhältnismäßig gute Beziehungen zu den Verlassenen und scheinbar auch den Goblins unterhalten (Blutelfen starten bei diesen Fraktionen auf freundlich). Der Rest der Horde hingegen sieht sie eher als gefährlich, aggressiv und hochgradig zerstörerisch an. Orcs, Trolle und Tauren misstrauen den Blutelfen auf Grund ihrer Einstellung und ihrer Sucht nach Magie.

Blutelfen auf der anderen Seite sehen die Horde als barbarisch und primitiv an und zweifeln häufiger an deren Methoden. Eine besondere Abneigung bestand zu Beginn zwischen den Orcs und den Sin'Dorei. Die Orcs erkannten im Umgang der Blutelfen mit Dämonenenergie ihre eigene Vergangenheit und die Blutelfen warfen den Orcs vor willensschwach gewesen zu sein, dass diese sich den Dämonen unterwarfen, anstatt die ihnen gegebene Macht für sich selbst zu nutzen. Zudem sind die Blutelfen fast jedem ihrer nun Verbündeten bereits als Gegner auf dem Schlachtfeld begegnet. Mit den Trollen führte man jahrtausende lang Krieg um Territorien, die Orcs standen im Zweiten Krieg auf Seiten der Trolle gegen Quel'Thalas und die Verlassenen fielen als Diener der Geißel im Dritten Krieg in ihr Reich ein. Einzig mit den Tauren hatten sie noch keinen Krieg, allerdings widersprechen sich die spirituelle Art der Tauren und der Drang der Blutelfen nach Magie und damit verbundener Macht, hinzu kommen noch die guten Kontakte welche die Tauren mit den verhassten Nachtelfen unterhalten.

Was die Blutelfen und die Horde allerdings vereint ist der Hass auf die Allianz. Besonders in den Menschen und den Nachtelfen sehen die Blutelfen ihre Lieblingsfeinde, fühlen sie sich doch von beiden Rassen besonders verraten. Vor Jahrtausenden waren es die Nachtelfen, welche die Vorfahren der Blutelfen aus der Heimat vertrieben haben und sie auf einer schier endlosen Reise über das Meer ihrem Schicksal überlassen wollten, und erst vor wenigen Jahren haben die Menschen den Blutelfen die Unterstützung gegen die Geißel verwehrt, es war ein menschlicher Prinz, der sie attackierte und es war wiederum ein Mensch, der ihr Entgegenkommen und ihr Angebot zu helfen mit einem Genozid vergelten wollte.

Bekannte BlutelfenBearbeiten

folgt

LinksBearbeiten

Blutelfen-Spielerguide: http://eu.battle.net/wow/de/forum/topic/859358187#3