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Prof-Plum

Professor Plums Werbeplakat

Hör zu, wir müssen es diesmal richtig machen Nimböck.

Das letzte Mal war es ein Desaster.

Du musst mir versprechen niemals wieder etwas ohne Überarbeitung zu veröffentlichen, selbst wenn ichs dir sage, was ich selbstverständlich nie tat! Du wirst mich falsch verstanden haben.

[Pause]

Wie auch immer. Sowas kostet mich meinen Ruf als Genie! Du wirst daher in Zukunft darauf achten das zu unterlassen.

[Pause]

Sag mal? Hörst du mir überhaupt zu? Und ist das Gerät eigentlich schon eingeschaltet?

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Ah ja. Das schneidest du dann sofort wenn wir fertig sind weg ja? Schau mich doch an wenn ich mit dir spreche!

[Eingabe unverständlich]

Ja danke auch. Legen wir besser los. Wo sind meine Aufzeichnungen Nimböck? Was unter meinem Hut? Ohhh, ja gut. Nun geht’s aber wirklich los.

[Pause]

[Pause]

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Vermaledeit noch mal, genuschelt.

[Pause]


Liebes Publikum, sehr geehrter Leser, vermeintlich interessiertes Individuum.

Für alle die mich noch nicht kennen sollten, - ich bin Professor Plum, Experte für gnomatische Sicherheitsprozeduren, Erfinder des Redeschreibaparates und Autor dieser Kolumne. Worum es bei letzterer geht? Eine Frage die, angesichts meiner vielfältigen Erfahrung und Eignungen in allerlei technischen Bereichen sicher berechtigt ist und die ich ihnen daher schnell beantworten möchte. Es geht bei diesem heutigen Aushang um ein Thema das für immer mehr Leute einen lebenswichtigen Bereich darstellt.

Sie fragen sich, welcher mag dies sein? Ich sage es ihnen, es ist - DER TRANSPORT!

[Pause]

Transport, früher umfasste dieser Begriff das Bewegen von Dingen durch einfache Fortbewegungsarten. Vielleicht durch den Gang zu Fuss, vielleicht durch einen Ritt zu Pferde und womöglich sogar schon durch die Bewegung mittels archaischer Dampfkraftmaschinen. Letzteres kam natürlich nur für Gnome in Frage. Dem Fortschritt unserer Rasse, der Gnome, ist es auch zu verdanken, dass elektromechanische, hydrothermische und dimensionale Transportarten hinzu kamen und viele dieser Erfindungen der ganzen Welt zu Wohlstand und Reichtum verhelfen konnten.

Doch obacht, hier steckt nun das eigentliche Problem mit dem wir uns in diesem Text befassen wollen. Gnomentechnologie wird nämlich nicht mehr nur von Gnomen verwendet!

Heutzutage finden unsere Erfindungen globale, wenn nicht gar interdimensionale Anwendung und für gewöhnlich ist es dabei unvermeidlich dass nicht immer ein mit der Technik verständiger Gnom zugegen sein kann. Oft bedienen Laien daher hochkomplexe Apparaturen, die, bei falscher Bedienung schreckliches Chaos verursachen können. Nicht minder oft wird im Nachhinein die gnomische Technologie für derartiges Versagen verantwortlich gemacht, obwohl es sich, Untersuchungen haben dies bewiesen, in 99% der Fälle um einen Anwenderfehler handelt.

So kommen wir zur ersten Lektion die wir heute lernen müssen: Nicht die Technik macht Fehler, sondern das jeweils an der Bedienung beteiligte biologische Konstrukt!

Was soll man nun dagegen unternehmen? Gnomische Technologie nur noch Gnomen zugänglich zu machen kann keine Lösung sein. Die Welt ist schon zu abhängig vom gnomischen Erfindungsreichtum und ein demontieren gnomischer Technologie käme dem Stoß aller Nicht-Gnome zurück in eine Zeit primitiver Barbarei gleich. Das darf man den Mitstreitern der Allianz nicht antun!

Zum Glück ist dies auch gar nicht notwendig, denn es gibt eine Alternative zum Technologieentzug. Sicher erwarten sie nun dass ich eine neue Technologie präsentiere, die das Beherrschen der übrigen einfacher machen soll. Doch nichts dergleichen darf passieren denn wissenschaftliche Studien zeigen, dass ein Versuch Technologie durch Technologie zu meistern, nur dazu führte, dass nichtgnomische Völker jedes Jahr mit einer Versechzehnfachung der derzeitig zu bedienenden Apparaturen rechnen müssten. Die Lösung muss daher woanders gefunden werden, doch bis es soweit ist, müssen wir Unfällen durch eigene Initiative vorbeugen. Solche Initiative muss von beiden Seite herkommen. Auf der einen Seite von uns Gnomen, die naturgemäß die einzigen sind die den Gebrauch von meisterlich gnomischer Technologie erklären können und auf der anderen Seite von den übrigen Völkern, deren Mitglieder sich bemühen müssen den Erklärungen zu folgen und...

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Was?

Was soll das heißen ich hätte eine echte Alternative versprochen? Nim, du sollst mich nicht immer unterbrechen wenn ich rede.

Das bedeutet später nur mehr Arbeit für dich wenn du das Ganze schneiden musst.

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Ja genau und jetzt sei still ja?

Also wo war ich?

Ach verdammt, ich mach einfach bei dem Transportunfallbeispiel weiter und du ergänzt das dann. Geschieht dir recht, du bist ja auch Schuld das ich raus bin!

[Pause]

Sie werden sich nun fragen wo man solche Erklärungen und Anleitungen zu gnomischer Technologie herbekommen soll. Sie werden vielleicht auch bemerken dass der letzte Apparat den sie besaßen leider nur Anleitungen in ihnen völlig unverständlicher Schrift bereit hielt. Beide Probleme sollen mit dieser Kolumne Bearbeitung finden. Selbstverständlich kann ich ihnen keine Generalanleitung für etwaige derzeitige oder auch zukünftige Gnomentechnologie anbieten, doch ist es mir möglich ihnen Hilfestellung und Hinweise zur grundsätzlichen Anwendung zu vermitteln. Die erste und wohl auch eine der gefährlichsten Apparaturen die in diesem Sinne einer grundlegenden Betrachtung unterzogen wird, soll, unserem Thema gemäß, der Transporter sein. Im Detail bedeutet dass, das sie nun immens wichtige und noch nie dargelegte Tipps zum sicheren Umgang mit Dimensionstransportern erhalten werden, Tipps die ihnen vielleicht das Leben retten können. Was passiert wenn sie sie nicht befolgen sehen sie am nachfolgenden Beispiel...

ahhhh, dieses Beispiel...

Beispiel...

Nim!?

[Pause]

Ist dass das einzige Bild das wir haben?

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Wieso hast du denn nur eins gemacht? Du hast doch sechs Stunden gebraucht da zu knipsen.

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Belichtungsdauer? Du denkst wohl ich hab nicht genug Zahnräder im Kopf wie?

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Ach es war Nacht! Jetzt willst du aber wirklich an der Schraube drehen was? Es ist taghell auf diesem Foto!

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Gut, hätten wir das geklärt. Warum du das Foto mit so einer Pornolinse geschossen hast muss ich dann wohl auch nicht mehr fragen wie?

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Du weißt dass das Krankheiten geben kann?

[Pause]

Die Glocken da hat sie doch sicher auch von dir oder?

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Was? Dann ist die ja noch dümmer als...

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Nein, ich wollte nicht „Du“ sagen Nim. „Als der olle Gendel“ wollt ich sagen, jawoll!

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Beim großen Zahnrad, die muss aber auch doof gewesen sein. Kein Wunder das sie so einen Unfall hatte. Kann die überhaupt noch was hören? Naja, nicht unser Problem. Machen wir weiter.

Und du fasst sie bitte nicht mehr an Nim!

[Pause]

[Pause]

Das Foto bitte.

[Pause]

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FusionShySchreiter-opt

Schrecklich. Wir müssen da noch ein anderes seriöseres Foto schießen fürchte ich. Aber für jetzt können wir das so lassen.

[Pause]

Bei diesem Beispiel sehen wir die Auswirkungen einer durch eigenes Verschulden missglückten Transportation. Welche Fehler wurden hier gemacht, wie hätten sie verhindert werden können und was hätte noch alles geschehen können? Diesen Fragen wollen wir nachgehen und dabei eine Checkliste aus 10 Punkten für eine sicherer Transporterbenutzung erarbeiten.

Zunächst einmal ist ersichtlich dass die betroffene Person eine Elfe ist oder vielmehr war. Ich möchte nicht behaupten dass Elfen und gnomische Technologie inkompatible Entitäten wären, doch ist anzumerken dass, aufgerechnet prozentual gesehen die meisten Unfälle dann geschehen, wenn Gnomentechnologie und Nachtelfen zusammen wirken. Da Nachtelfen meistens keine unserer Technologien benutzen mag hier Unerfahrenheit die Ursache sein, so das man davon ausgehen kann, das sich diese Zahlen wohl noch ändern können. Trotzdem bleibt der erste Rat die eigene Rassenzugehörigkeit zu prüfen, und, sollte man feststellen ein Nachtelf zu sein, die Finger davon zu lassen, beziehungsweise, sich gnomische Hilfe hinzu zu holen.

Als zweites ist an diesem Unfall auffällig dass hier offensichtlich eine Verschmelzung zweier biologischer Organismen stattfand. Im Laufe der Untersuchungen fand man heraus das der zweite Organismus nicht nur ein Schreiter, dieses ist wohl offensichtlich, sondern auch das Reittier dieser Elfe war. Kurzum, die verunfallte Person hat es, wahrscheinlich aus purer Faulheit, verschlafen vor dem Transport von ihrem Reittier herunter zu steigen.
Grundsätzlich ist hierzu zu sagen dass ein gemeinsamer Transport zweier Individuen in 90% der Fälle zu einer subbiologischen Verschmelzung führt. In 60% der Fälle führt eine solche Verschmelzung wiederum zum sofortigen oder späteren Versterben. Es ist also sehr gefährlich gemeinsam mit anderen biologischen Entitäten zur selben Zeit einen dimensionalen Transporter zu benutzen. Einzig von dieser Regel ausgenommen sind Fliegen und andere ähnlich große Insekten die einfach nicht genug Biomasse aufbringen um eine ernsthafte Schädigung an Personen anzurichten. Im Umkehrschluss ist ein Transporterunfall für ein solches Insekt zu 100% tödlich.

Wir leiten aus dem Beobachtetem die einfache Regel ab niemals mit anderen Personen oder Tieren einen Transporter zu benutzen. Auch wenn man auf diese Weise vielleicht ein doppeltes Transportticket sparen wollte – es ist das Risiko einfach nicht wert!

Als letztes kommen wir zu einem häufigen Fehler der bei dem gleichzeitigen Transport von zwei biologischen Wesen sozusagen schon enthalten ist. Gemeint ist die Überschreitung der zulässigen Maximaltransportlast. Viele vergessen das gnomische Transportvorrichtungen ursprünglich nur für Gnome gedacht waren. Sie besitzen zwar einen immensen Spielraum nach oben, man sieht es schon an der Höhe der Geräte, doch sollte eine Last von 200 Kilogramm nicht überschritten werden. Generell gilt: Jeh mehr Spielraum nach oben übrig ist, desto eher kann das Gerät etwaige Fehlfunktionen durch zusätzliche Energie kompensieren. So mag es dann vielleicht passieren, dass man doppelt, nämlich einmal tot und einmal lebendig heraus kommt, doch wenigstens kommt man dann raus! Die dritte Regel zur Anwendung von Dimensionstransportern lautet daher: Specken sie ab! Sie können zum Beispiel ihr Gepäck mit einer zweiten Portation nachschicken oder auch alternative Transportwege für ihre Habseligkeiten benutzen. Sollten sie dabei aber ein Taure sein, wird ihnen all dies wenig nützen, weshalb wir die Regel zur Rassenkontrolle gezwungener Weise um die Tauren ergänzen müssen. Zusammengefasst sieht unsere Liste nun so aus:

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Erstens: Prüfen ob man Nachtelf oder Taure ist. Bei erstem, Hilfe holen, bei zweitem, alternativen Transportweg wählen.

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Zweites: Die Transportkabine ausschließlich alleine betreten. Einzelne Insekten sind ausgenommen.

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Drittens: Keine Lasten über 200 Kilogramm transportieren. Gewicht so stark wie möglich verringern.

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Wenn sie diese Regeln beachten, können sie sich ein Schicksal, wie es die Elfe in diesem Beispiel erfahren musste, ersparen. Dabei ist zu bemerk...

[Eingabe unverständlich]

Wie? 10 Tipps?

Ich habe nie von zehn Tipps gesprochen. So viele kann sich doch kein Nicht-Gnom merken! Außerdem würde das ewig dauern. Dann liest das niemand und es ist sinnlos.

Wieso bist du überhaupt so hibbelig?

Du willst doch nicht wieder zu diesem Hühnchen? Du bist dir darüber im klaren das sie die Hühnchenkrankheit auf dich übertragen könnte?

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Jaja, von wegen „sicher“. Da würd ich an deiner Stelle ja eher einen Langstreckendimensionstransport mit einem Elekk wagen.

Außerdem ist das pervers, da müssen wir überhaupt nicht drüber reden!

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Jetzt hast du mich wieder total aus dem Konzept gebracht. Wo war ich?

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Ja dass ich am Schluss war weiß ich auch! Du bist ne echte Hilfe weißt du das?

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Was solls, ich mach jetzt einfach fertig und du fügst das dann zusammen.

Weiter geht’s...

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Selbstverständlich wird der dimensionale Transporter nicht die einzige gnomische Erfindung bleiben die durch unsachgemäße Anwendung Verletzte oder gar Tote fordert. Aus diesem Grund fühle ich, Professor Plum, mich verpflichtet sie auch weiterhin mit nützlichen Tipps zum sicheren Gebrauch von gnomischer Technologie zu versorgen, um so unserer aller Leben ein bisschen sicherer zu machen.

In diesem Sinne,

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Haben sie einen guten Tag!

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Huff,...du kannst das Gerät jetzt abstellen Nim. Und vergiss nicht das heute noch zu schneiden bevor du es rausbringst.

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Nim?

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Also der wird doch jetzt nicht?

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Diese Jugend von Heute!

[Aufzeichnung beendet]